Presse

 

Mehr als eine Schule

Neu-Isenburger Arzt gründet Hilfsprojekt im ländlichen Brasilien / Vereinsgründung geplant

 

Am Anfang stand der Zufall. Im Jahr 2005, während eines Aufenthalts in Poco Branco, einer 13 000 Einwohner zählenden Kleinstadt im Nord- osten von Brasilien, wurde der Neu-Isenburger Arzt Frank Freytag gerufen, um einem asthmakranken Kind zu helfen. Freytag nahm sich des Falles an und veranlasste gleich noch eine Reihenuntersuchung der anderen Kinder in der Schule. Auch das Gefängnis suchte der Mediziner auf, „weil dort jemand hustete“. Wie sich herausstellte, litt der Gefangene an Lungenentzündung.

Die Region sei das Armenhaus von Brasilien, sagte der 46 Jahre alte Internist und Pneumologe, der seit 2002 mit einer eigenen Praxis im Facharztzentrum Neu- Isenburg tätig ist. 80 Prozent der brasilianischen Landbevölkerung lebten in Armut. Ihre Haupteinnahmequelle sei die Landwirtschaft; ein hoher Anteil arbeite als Tagelöhner. Viele Menschen verfügten weder über fließendes Wasser noch einen Herd; in den kleinen Häuschen lebten mehrere Personen meist in nur einem Zimmer.

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Er hat ein Herz für die Armen

22.01.2009 - Von Uwe Grünheid

 - Neu-Isenburg

 

Es sind oftmals kleine Anlässe, aus denen Großes entsteht. So erging es auch dem Neu-Isenburger Lungenfacharzt Frank Freytag. Als er mit seiner Frau Vali in Brasilien weilte, um den Schwiegereltern seine beiden Kinder Julie und Amado, drei und fünf Jahre alt, zu zeigen, wurde er zu einem asthmakranken Kind gerufen. Aus dieser spontanen medizinischen Hilfsaktion entstand ein kontinuierlich wachsendes Hilfsprojekt, das jetzt sogar über eine eigene Schule verfügt, die am 1. Januar eingeweiht wurde. 
Angesiedelt ist sie in der Kleinstadt Poço Branco mit rund 13 000 Einwohnern, etwa 70 Kilometer von der Zwei-Millionen-Stadt Natal an der Atlantikküste entfernt. Die Bevölkerung in dieser ländlichen Gegend setzt sich aus Nachfahren der Ureinwohner, ehemaligen Sklaven, aber auch der portugiesischen Kolonialherren zusammen, erläutert Freytag. Ein großer Teil der Bevölkerung, etwa 80 Prozent, lebt in Armut.

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